Montag, 17. August 2015

Leider bis auf weiteres keine Bilder mehr!

Liebe Leute
ich hatte meine Texte etwas zurück gehalten, damit ich sie noch mit Bildern versehen kann. Leider habe ich ein rätselhaftes Problem beim Auslesen der Speicherkarte und komme nicht mehr an meine Fotos. Die Handybilder kann ich auch nur mit einer sehr guten WWW Verbindung verwalten und so müssen wir eine Weile lang ohne visuelle Stimuli auskommen. Ich weiß das ist hart in unserer heutigen Zeit und die "Leserinnen und Leser" die nur Bilder geguckt haben müssen sich halt was Langweilen.

LG, Torsten

Tag 57 Warten in Wackerballig

Es Gewittert mich wach. Undefinierte Blitze erhellen den trüben und feuchten Morgen und es bläst eine steife Briese. Ich mache es mir im Schiff gemütlich und lese. Die Internetsituation kostet mal wieder viel Zeit und Ausdauer, denn ich muss in der Nähe des Hafenbüros im Regenschatten auf dem Steg sitzten um überhaupt eine Verbindung zu haben.
Ich mache mich an diesem Vormittag auch ernsthaft daran, einen Platz im Winterlager für die Illub zu finden. Nach einigen Telefonaten und Internetrecherche habe ich mich für den "Yachtservice Schreiber" auf der Rader Insel im NOK bein Rendsburg entschieden. Ausschlaggebend waren Preis und Bauchgefühl. Letztendlich mache ich dies ja auch zum ersten Mal und muss einfach entscheiden und ausprobieren.
Nachmittags mache ich mich auf um mit meinem Rad das Dorf zu erkunden. Viel gibt es nicht zu sehen in Wackerballig und Gelting. Der Campingplatz und die Marina sind die größten Einrichtungen. Es gibt eine Schule, einen Lidl und einen Bäcker. Als besonderes Highlight gönne ih mir einen Besuch in der Sauna von der Geltinger Marina. Diese liegt in Sichtweite von Wackerballing, da ich dort aber schon mal 2013 mit Sarah gewesen bin habe ich eben Wackerballing ausprobiert. Auf dem Gelände der Marina hat sich eine Physiotherapeutin niedergelassen, die auch Sauna und Solarium betreibt. Obwohl weit außerhalb des Ortes, scheint das zu funktionieren. An sonsten ist nicht viel los wie man sehen kann.




Das Highlight des Tages

Sonntag, 16. August 2015

Tag 56 Ein Tag hinter dem Segel

Ich laufe früh aus. Es ist nebelig und eine eigenartige Stimmung auf dem Wasser. Die See ist ruhig und es weht ein leichter Wind aus Nord. Ich kann den Autopiloten sehr gut einsetzen und koche mir ein zweites Frühstück; Eier, Speck und Bratkartoffeln. Langsam wird die Sicht besser und der Tag immer wärmer. Der Wind bleibt unverändert wenig. Mir ist das ganz recht. Ich lasse den Autopiloten sein Ding machen und spanne meine Hängematte auf dem Vorschiff auf. Dort verbringe ich die ganze Fahrt im Schatten der Genoa und lese. Ein paar mal halte ich nach Quallen Ausschau und wenn das Wasser einigermaßen frei ist nehme ich ein Bad. Das heißt ich springe vom Bug ins Wasser und steige am Heck wieder zu. Solche Aktionen sind natürlich nur bei Flaute erlaubt, zu leicht könnte ich sonst mein Schiffchen verpassen und wäre in großen Schwierigkeiten so weit draußen in der Ostsee.
Es tut gut wieder weiter zu Fahren. Wenn ich zu lange in einem Hafen bin bekomme ich immer schlechte Laune. Dann fällt mir auf wie sehr ich meine Freundin Sarah, mein zu Hause in Köln und meine Freunde vermisse. Sogar die Arbeit vermisse ich ein bisschen! 
Sarah sagt immer das sei ein gutes Zeichen. Ich will das auch so sehen aber noch bin ich unter Wegs, noch kann ich unbekannten Zielen entgegensteuern und will es auch tun. Immerhin hat es einige Kraft und Organisation gekostet, dass ich soooo lange fahren darf! 
Insgesamt bin ich mal wieder 10 Stunden auf dem Wasser. Der Wind schläft immer wieder ein und ich komme nur im Schneckentempo voran. Mir macht das nichts und segel tapfer weiter während andere Boote längst die Maschinen angeschmissen haben. Was mich allerdings ärgert ist, dass es auf den letzten 2 Seemeilen doch noch Aufbriest. Gerade als ich mich und die Illub klar gemacht habe um im Hafen fest zu machen. 5 Minuten zu früh!







Samstag, 15. August 2015

Tag 55 Abreise, zurück zum Einhandsegeln

Es wird mal wieder ausgeschlafen. Der gestrige Abend war recht lang. Außerdem sind die Erwartungen an den Tag nur mittelmäßig. Wir müssen Packen und mein Vater zieht aus. Für Ihn heisst es dann 700Km Autobahn bis er zu Hause ist und Ich möchte wieder Klarschiff haben bevor ich auslaufe. Es ist schon immer wieder eine Umstellung vom Passagierschiff zu meiner Einhandordnung. Der Wind steht mal wieder ungünstig und so vertrödel ich den Tag. Pünktlich zur Abreise von meinem Papa fängt es an zu regnen. Gute Heimfahrt und vielen Dank für Deinen Besuch!


Freitag, 14. August 2015

Tag 54 Die Ost-Düse zum Geburtstag

Morgens ist mein Vatter ungewöhnlich lange beim Hafenmeister. Wie erwartet bläst der Wind wie sau! Es sei die Ost-Düse und sehr ungemütlich draußen. Wir hatten das ja schon erwartet und so macht sich mein alter Herr auf sein Auto aus Tönning zu holen. Mit öffentlichem Verkehr einigen Pannen mit einem Ersatzbus und 60 Minuten Aufenthalt in Flensburg ist er nach ca. 9 Stunden zurück. In anbetracht der Tatsache das es „nur“ 100km für einen Weg sind, ganz schön lange! Ich verbringe den Tag ziemlich faul mit lesen und schlafen. Ein Highlight ist, als ich die Mole vor dem Hafen rausklettere und mitten in den Wellenbrechern stehe. Von weitem hat es so ausgesehen als würde man mit ein paar Sprizern konfrontiert werden aber da habe ich mich gründlich getäuscht. In der Größenordnung von Badewannen wird Wasser über mich gegossen und es ist manchmal auch ein bisschen schwer nicht weggespült zu werden. Klatschnass komme ich zurück auf die Illub und verkriche mich in die Koje.

Am Abend koche ich für uns Lachs, Shrimps und Kartoffeln, dazu Salat. Es wird schnell Mitternacht und mein Vater hat Geburtstag! Happy Birthday alter Mann! ;-)

 Morgenstimmung am ersten Tag der Ost-Düse




Donnerstag, 13. August 2015

Tag 53 Jamas (grich. Prost)

Der Wind, der über Nacht so geblasen hat, ist morgens verschwunden. Der Wetterbericht sagt Flaute und Sonne voraus. Wir bleiben hier, machen nach dem Fühstück noch ein Schläfchen und wandern dann zum Fähranleger um beim An- und Ablegen zuzuschauen. Neben dem Hafenbecken ist auch ein kleiner Strand an dem wir es uns am Nachmittag gemütlich machen – Urlaub.
Dieser kleine Hafen hat es uns angetan und da der Wind am Nachmittag komplett eingeschlafen ist, entscheiden wir kurzerhand noch eine Nacht zu bleiben. Für den nächsten Tag ist allerdings Starkwind vorhergesagt, so dass es bedeutet das hier die Reise mit meinem Vater zu Ende geht. Als würdigen Abschluss kredenze ich meinem Vater ein besonderes Getränk. Den eigens gebrauten grichischen Honigschnapps von Vangelis und Cosmas aus Köln (die Namen könnten allerdings erheblich falsch geschrieben sein). Die beiden betreiben an meiner alten Adresse in der Siebachstraße ein griechisches Restaurant „JAMAS“. Eines Abends präsentierte uns Vangelis seine neue Kreation und als er von meinem Vorhaben mit der Illub hörte und dass ich meinen Vater an Bord hätte hat er mir ein Fläschen seines vorzüglichen, aber gefährlichen, Getränks spendiert. Hervorragend! 
Wer mal in Köln gut und griechisch essen möchte, der sollte auf jeden Fall das Jamas in Nippes an der Siebachstraße besuchen!

Die gierigen und fauchenden Schwäne.

Sehen vielleicht gut aus, haben aber einen miesen Charakter!

Diese Kollegen hingegen sind eher ruhigerer Natur und mögen Dinge eher langsam angehen. Zum Beispiel das Bergsteigen, wie man eindrucksvoll im Blog meines Bruders Nachlesen kann wwwBuschnick.net





Mittwoch, 12. August 2015

Tag 52 kleiner Hafen, stilles Wasser

Obwohl wir gestern spät im Bett waren versuchen wir zeitig los zu kommen. Der Wind soll ab Mittag einschlafen und wir wollen wenigstens etwas segeln. Das Vorhaben gelingt mäßig, denn die erste Strecke des Weges müssen wir in einem relativ schmalen Fahrwasser bleiben. Natürlich fahren wir genau gegen den Nord-Ost-Wind und als wir Platz genug haben den Kurs etwas zu verändern schläft der Wind auch schon ein. Trotzdem juckeln wir noch 3 Stunden unter Segeln herum und schaffen ganze 5sm, also 9,26Km! Die restlichen 12sm fahren wir unter Motor und mit Autopilot. Es ist zwar laut aber die Sonne steht schön und tief und wir halten Kurs West. Jeder hängt seinen Gedanken nach, macht ein Nickerchen oder schaut einfach auf das Wasser.
Gegen 19:00h machen wir in Fynhav fest. Beide sind wir sehr angetan von diesem kleinen gemütlichen Hafen. Wir finden auch wieder einen Steg an dem wir längsseits gehen können und somit die lästigen Boxen zu umgehen. Wobei ich hierzu sagen muss, das ich auch das Boxen-Manöver langsam aber sicher in den Griff bekomme – zumindest bei wenig Wind. Ich tauche in dem wunderbar klaren Wasser unter mein Schiff und will mir die Schraube und den Tiefenmesser ansehen. Ohne Taucherbrille heißt 'ansehen' aber nicht viel und so finde ich nicht heraus warum mir neben den korrekten Wassertiefen immer wieder Panik verursachende Werte gezeigt werden. Ich glaube die Illub muss dringend mal an Land und genauer untersucht werden.

Wir essen bei herrlichem Sonnenuntergang auf dem Schiff und gehen bald schlafen. Wasser macht müde.


 
Kurs West am späten Nachmittag

...dieses mal steuert uns der Autopilot

Land in Sicht

Abendstimmung im Fynhav